LaNDER³

„Die Innovationskraft Deutschlands liegt in der engen Vernetzung zwischen Wirtschaft und Wissenschaft bei Forschung und Entwicklung. Fachhochschulen spielen aufgrund ihrer großen Nähe zur Berufs- und Arbeitswelt dabei eine wichtige Rolle.“

Aus dieser Motivation heraus lobte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 2015 den Förderwettbewerb „FH-Impuls“ aus, durch den die intensive Zusammenarbeit und Vernetzung mit regionalen Partnern – in erster Linie mit Wirtschaftsunternehmen – forciert werden soll. Die Forschungsprofile der Hochschulen sollen geschärft und ausgebaut werden, Forschungsleistungen sollen noch effektiver einer wirtschaftlichen Nutzung zugeführt werden.

 

Logo Projekt LaNDER³

Mit dem Thema Naturfaser-Verbundwerkstoffe ging die Hochschule Zittau/Görlitz (HSZG) an den Start – und konnte die Jurymitglieder überzeugen. In einem zweistufigen Verfahren wurden von 81 eingereichten Wettbewerbsbeiträgen 10 Sieger ermittelt, darunter das Projektteam der HSZG unter Leitung von Prof. Dr. Jens Weber.

Worum geht es in dem Vorhaben?

Wollen wir auch in Zukunft nicht auf unseren Lebensstandard verzichten, müssen wir an den Materialien und Konzepten dahinter arbeiten und den Konflikt zwischen Hochleistungsfähigkeit und Nachhaltigkeit lösen. Von Anfang bis Ende ressourcenbewusst gedachte, gleichzeitig jedoch belastbare Kunststoff­verbund­materialien, vom einzelnen Faserfilament bis zur Funktion und schönen Oberfläche des Gegenstandes, den wir schließlich in der Hand halten, sind das Ziel des Vorhabens.

Die HSZG leistet genau diese Entwicklungsarbeit, in Zusammenarbeit mit mehr als 20 (regionalen) Unternehmen und wissenschaftlichen Partnern. Startbasis zur Reise in technologisch und funktionell neue Dimensionen ist die Oberlausitz. Kunststoffe, Biomasse und Fasern aus der Natur sind die Antriebsenergie. Mit ausgewiesener Expertise und Forscherdrang in Energie- und Werkstofftechnologie werden ungenutzte Potentiale verknüpft.

Inhalt LaNDER³Leichtbau, Funktionsintegration und dezentrale Energieversorgung machen den LaNDER3 universell einsetzbar. Fasern aus regionalen Biomassen, wirtschaftlich unter Reststoffverwertung aufgeschlossen, in Hightech-Verbundwerkstoffen als leichte, belastbare Materialien energieeffizient in gebrauchsfertige und perfekt funktionierende Bauteilform gebracht, funktionsgerecht beschichtet und recycelbar – alle Schritte optimal prozessintern mit Energie versorgt.

Ein wichtiger strategischer Schritt ist dabei die Erschließung neuer Märkte für die aufstrebende, aber überwiegend kleinteilige Unternehmensstruktur unserer Region. Mit den  Innovationsimpulsen des BMBF-Programms stärken wir die regionale Wirtschaftskraft signifikant. Die Vernetzung der regionalen Akteure sorgt für gesellschaftlichen Mehrwert. Das Vorhaben schärft zudem das Forschungsprofil der HSZG und gibt der Region Zukunftsperspektiven.

Der Partnerschaftssprecher des Netzwerkverbundes dazu:

„Ich freue mich über den Erfolg unseres Projektes im Wettbewerb des BMBF in Konkurrenz mit 80 anderen Hochschulen. Uns werden damit neue und erweiterte Perspektiven eröffnet. Eine Kopplung der beiden Forschungsschwerpunkte der HSZG „Energie und Umwelt“ sowie „Werkstoffe-Struktur-Oberflächen“ steht dabei im Vordergrund. Insbesondere der Schwerpunkt zu Werkstoffen, der sich in den letzten Jahren an der Hochschule herausgebildet hat, kann substanziell gestärkt werden. Mit den mehr als sechs Mio. €, die das BMBF für das Vorhaben bereitstellt, kann in neueste Technologie investiert werden. Damit können dann ca. zwölf wissenschaftliche Mitarbeiter fokussiert anwendungsnahe Fragestellungen gemeinsam mit unseren Partnern bearbeiten – und wir können die Erkenntnisse direkt in die Lehre transferieren.“


Kontakt:

Partnerschaftssprecher des Forschungsverbundes

Prof. Dr. rer. nat. Jens Weber
Partnerschaftssprecher des Forschungsverbundes
Tel: 03583 61-1705
j.weber@hszg.de
www.hszg.de/lander3/